APA/OGM Vertrauensindex Wirtschaft Banken

Der APA/OGM-Vertrauensindex zu Politikern ist nach mehr als zehn Jahren zur wichtigsten MessgrĂ¶ĂŸe bei Medien und Bevölkerung geworden. Nun wurde dieser Vertrauensindex auf Unternehmen und Marken ausgeweitet.

Die Methode blieb unverĂ€ndert: der Vertrauenswert zu einer Marke errechnet sich aus der Differenz der prozentuierten Antworten „habe Vertrauen“ und „habe kein Vertrauen“. Dazu werden jeweils 1000  reprĂ€sentativ ausgewĂ€hlte ÖsterreicherInnen vom OGM-Institut online befragt.

Die ersten Ergebnisse liegen nun fĂŒr die Banken in Österreich vor. Im Hintergrund der Finanz- und Bankenkrise ist wenig ĂŒberraschend, dass den Banken mehrheitlich wenig Vertrauen entgegen gebracht wird, das Meinungsbild zu den verschiedenen Geldinstituten ist jedoch sehr unterschiedlich.

An der Spitze der Vertrauenspyramide liegt die Bausparkasse WĂŒstenrot , die von den Menschen offensichtlich weniger als Bank, sondern als (Bau)sparkasse gesehen wird. Angesichts der großen Verbreitung von BausparvertrĂ€gen ist dieser große Vertrauenswert wenig verwunderlich.

Aber der Begriff „Sparkasse“ mit dem damit verbundenen Image von Sicherheit und NĂ€he nutzt auch den lokalen Sparkassen, andere Institute wie die Erste Bank profitieren vom Namensbestandteil „Sparkasse“ mit, teilweise sogar die Erste Group.

Gleiches gilt fĂŒr die lokalen Raiffeisenbanken, wo der Imagetransfer wegen gleicher Namensbestandteile sogar bis zur RBI Raiffeisenbank International geht, obwohl dort keiner der Befragten eine Kundenverbindung hat und die tatsĂ€chliche Bekanntheit der RBI bei der Bevölkerung recht gering sein dĂŒrfte.

Recht gut ist auch der Vertrauensgrad der Oberbank, obwohl der Kundenanteil und Bekanntheitsgrad im Vergleich zu den Großbanken deutlich geringer ist. In etwas abgeschwĂ€chtem Ausmaß gilt das auch fĂŒr die Regionalbanken BTV und BKS.

Die Bawag PSK dĂŒrfte einen guten Teil des vor sechs Jahren beim „Bawag-Skandal“ verlorenen Vertrauens wieder zurĂŒck gewonnen haben. Eine wichtige Rolle dĂŒrfte dabei die Fusion mit der PSK und dieser Namensbestandteil bzw. die lokale NĂ€he spielen.

Durchaus zufriedenstellende Werte liegen auch bei den relativ jungen Easy Bank und ING DiBa vor, die intensiv mit gĂŒnstigen Konditionen werben.

Abgeschlagen, aber gerade noch im Plus, folgt die UniCredit Bank Austria, wo der „italienisierte“ Name, aber auch konkrete StörfĂ€lle beim online Banking aus jĂŒngerer Zeit sich dĂ€mpfend auf das Vertrauen ausgewirkt haben dĂŒrften.

Nach diesen Banken mit ĂŒberwiegendem Konsumentenvertrauen folgt ein breiter Block von Instituten mit negativem Vertrauenssaldo. Das betrifft ĂŒberwiegend Privatbanken mit sehr geringem Kundenanteil/Bekanntheit und vor allem dem „Reichen“-Image und neue auslĂ€ndische Banken wie Vakif, Deniz, etc., aber auch Wertpapier/Börse-Spezialisten wie direktanlage.at.

Die absoluten Schlusslichter bilden aber mit der ÖVAG,  Meinl Bank, Kommunalkredit und Hypo Alpe Adria  die „Skandal- und Pleitebanken“, wobei nach dem Motto „mitgehangen, mitgefangen“ auch die lokalen Volks- und Hypobanken kaum von ihrem Image von örtlicher NĂ€he und Sicherheitsimage profitieren.

Die Ergebnisse und den Bericht dazu finden Sie hier

Weitere Ergebnisse zu Image, KommunikationsaktivitÀten und Kundenzufriedenheit können bei OGM erworben werden.

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