Gastronomiemarkt in Österreich

OGM hat den österreichischen Gastronomiemarkt nĂ€her unter die Lupe genommen. Dazu wurden im Herbst 2012/Winter 2013 insgesamt 717 telefonische Interviews mit Gastronomieunternehmen (Restaurants, Catering, Hotels, GroßkĂŒchen) durchgefĂŒhrt.

Die heimische Gastronomie ist mit der derzeitige GeschÀftslage zufrieden

Erfreulicherweise scheinen die heimischen Gastronomiebetriebe bisher von der Krise nicht all zu stark betroffen zu sein. Immerhin 44 Prozent der befragten Betriebe sind mit ihrer derzeitigen GeschÀftslage sehr zufrieden, weitere 42 eher zufrieden. Hier ist insbesondere die Hotelerie hervorzuheben, die sich sehr zufrieden mit dem Verlauf im letzten Jahr zeigt.

Dennoch 11 Prozent sind mit Ihrer GeschĂ€ftslage wenig bis gar nicht zufrieden. Insbesondere kleinere Restaurants klagen hĂ€ufiger ĂŒber einen schleppenden GeschĂ€ftsverlauf. FĂŒr kleinere Betriebe ist es nicht zuletzt aufgrund des mangelnden Platzes schwieriger ausreichend Umsatz zu generieren. Die Konsumenten sparen auch eher beim „Essen gehen“ als in anderen Bereichen.

Trends in der Gastronomie

QualitÀtsvolle, frische und regionale Produkte haben die Nase vorne

QualitĂ€t und Frische der Ware sind fĂŒr die heimische Gastronomie die wichtigsten Kriterien beim Wareneinkauf. Das zeigt sich auch darin, dass fast ein Viertel (23 Prozent) tĂ€glich Waren fĂŒr den eigenen Betrieb einkauft, weitere 55 Prozent kaufen zumindest 2-3 mal die Woche ein.

Bio ist jedoch in der heimischen Gastronomie noch weniger angekommen als bei den Konsumenten. Lediglich fĂŒr ein Drittel ist es wichtig, dass beim Wareneinkauf ein ausreichend großes Bio-Sortiment vorhanden ist.

Ein Trend zeigt sich jedoch: wĂ€hrend Bio (auch aus PreisgrĂŒnden) noch keine große Rolle spielt, achten Gastronomiebetriebe immer hĂ€ufiger auf die RegionalitĂ€t von Produkten, womit hier meist die eigene Region gemeint ist. Dies hat auch damit zu tun, dass die Gastronomie zunehmend auf saisonale Produktangebote achtet. Ebenso wird die regionale KĂŒche immer beliebter bei den Konsumenten selbst.

Vor allem jene Betriebe, deren Kernkompetenz in der Zubereitung von Speisen liegt (also Restaurants und Cateringbetriebe) achten in viel höherem Ausmaß auf QualitĂ€t und regionale Produkte, weilweise auch Bio. Hotels und vor allem Kantinen/GroßkĂŒchen hinken hier noch etwas nach.

Serviceleistungen der Lieferanten/Produzenten wichtig

Neben den Hauptkriterien Frische und QualitĂ€t sind fĂŒr die Gastronomie beim Wareneinkauf verlĂ€ĂŸliche Zustellung und natĂŒrlich der Einkaufspreis besonders wichtig.

Gastronomiebetriebe sind Internet-Muffel

Das Internet spielt beim Wareneinkauf der Gastronomiebetriebe noch eine geringe Rolle, was auch in Zusammenhang mit der zunehmend wichtigeren RegionalitĂ€t steht. Erst fĂŒr ein Drittel aller Betriebe ist es wichtig, ob sie Waren per Internet/Webshop beziehen können.

Dieses Kriterium steht fĂŒr die Branche an letzter Stelle. Insgesamt informieren sich erst 19 Prozent per Internet zum Thema Gastronomie. Nach wie vor wird Print deutlich bevorzugt (65 Prozent).

Können die Lieferanten die hohen AnsprĂŒche erfĂŒllen?

Insgesamt werden die doch hohen AnsprĂŒche der Gastronomie und Hotelerie von den Warenlieferanten recht zufriedenstellend erfĂŒllt.

Betrachtet man die 4 big Player in diesem Bereich, so punkten diese insbesondere bei folgenden Punkten (Zufriedenheit bei einzelnen Kriterien von ĂŒber 75 Prozent laut befragten Gastronomie- und Hoteleriebetrieben):

 

Den Bericht dazu finden Sie hier

Weitere Ergebnisse zu der Studie können bei OGM erworben werden.

Kontakt: Mag. Karin Cvrtila

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