APA/OGM Vertrauensindex BundespolitikerInnen – August

Wenig Veränderung beim Vertrauen der ÖsterreicherInnen zu ihren Politikern. Das öffentliche Interesse an der  Politik ist trotz baldiger Wahlen wegen der Hitze und der Urlaube bei Bevölkerung und Politikern in den Hintergrund gerückt, was trotz bereits angelaufenem Wahlkampf wenig Auswirkungen auf das politische Vertrauensbild  zur Folge hatte.

Das einzige politisch bemerkenswertere Ergebnis ist, dass Faymann um vier Vertrauenspunkte zulegt und bei Spindelegger sich der schon im Vormonat erkennbare Vertrauensverlust abgeschwächt fortsetzt.  Damit gelingt es Faymann, Spindelegger im Vertrauensranking zum ersten Mal in diesem Jahr knapp zu überholen.

Der Grund für die fortgesetzten leichten Verlust von Spindelegger dürften weiterhin die für die ÖVP schädlichen Lehrerdebatten sein, aber auch  verschiedene sonstige Beiträge,  Zwischenrufe und Alleingänge  aus der eigenen Partei, was einem Bild von Einheit und Durchsetzungskraft nicht förderlich ist. Die Lehrerdebatte bringt  aber auch den  SP Ministerinnen  Schmied und Heinisch-Hosek Gegenwind.

Faymann hingegen ist von ähnlichen Debatten nicht betroffen und dürfte auch  von der bereits angelaufenen, Stabilität vermittelnden Werbekampagne etwas profitieren.

Aus dieser Veränderungen aber einen Trend ableiten zu wollen, wäre verfrüht, weil  die entscheidende Wahlkampfzeit erst bevorsteht.

Ansonsten sind die einzigen auffälligen Veränderungen auf Korrekturen von starken Ausschlägen der letzten Monate zurück zu führen sein, z.B. bei den Ministern Beatrix Karl und Nikolaus Berlakovich, wo schon etwas Gras über die PR-Pannen der letzten Zeit gewachsen sein dürfte.

Die Spitze und das Ende der Vertrauenspyramide wird weiterhin von Präsidenten belegt, wobei das Vertrauensplus von Bundespräsident Fischer dem Vertrauensminus von Parlamentspräsident Martin Graf zumindest zahlenmäßig ähnelt.  Martin Graf kann sogar ein deutliches Vertrauensplus vorweisen, manche Befragte  reagieren auf seinen baldigen Abschied aus dem Parlament positiv.

Neugebauer stürzt wegen der Haltung „seiner“ Gewerkschafter beim Lehrerdienstrecht nochmal ab, womit es  zum Ende der Regierungsperiode noch zu einem Duell mit Graf um das geringste Vertrauen der Öffentlichkeit kommen könnte.  Es wird interessant, wer  in der nächsten Regierungsperiode ihre Position einnehmen wird, da ja beide aus dem Parlament ausscheiden sollen.

Die Ergebnisse und den Bericht dazu finden Sie hier

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