Das waren die ORF Sommergespräche 2014

Nun sind die ORF Sommergespräche 2014 bereits Geschichte. OGM hat im Auftrag des ORF für die Sommergespräche 800 ÖsterreicherInnen zu Image und Themenkompetenz der Partei-Obleute bzw. Gäste der Diskussionen befragt. Die Sommergespräche wurden von Peter Resetarits im Zeitraum von August bis September geführt.

Imagewerte der einzelnen PolitikerInnen:

Image Partei-Obleute, OGM/ORF Sommergespräche 2014

Im Image-Vergleich kann vor allem Heinz Christian Strache bei der Gesamtbevölkerung punkten und landet bei fĂĽnf von 7 abgefragten Imageitems auf Platz eins. Auch wenn ihm im APA/OGM Vertrauensindex wenig Vertrauen entgegengebracht wird (Saldo von minus 15), so wird ihm vor allem eines attestiert: er “hat seine Partei im Griff”. In der Bevölkerung vermittelt er den Eindruck, dass er klare Ziele hat und diese auch verfolgt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Bevölkerung seine Ziele befĂĽrwortet. Das ist der Hauptgrund fĂĽr die Diskrepanz zwischen den guten Image- und den schlechten Vertrauenswerten.

Eva Glawischnig kann Strache bei einer Image-Aussage ĂĽberholen: sie “spricht sich auch fĂĽr Unpopuläres aus, wenn ihr die Sache wichtig erscheint”. Hier erreicht Glawischnig die höchste Zustimmung aller Partei-Obleute. Ă„hnlich wie Strache erhält Eva Glawischnig von ihren WählerInnen ausserordentlich hohe Werte.

Der neue ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner konnte bisher bereits im APA/OGM Vertrauensindex durchwegs positive Werte erreichen, auch die Imagewerte schließen hier an. Den besten Wert aller Obleute erhält er bei Entschluss- und Entscheidungsfreudigkeit, nicht zuletzt aufgrund des reibungslosen und vor allem raschen Obmann-Wechsel und der damit einhergehenden Regierungsumbildung.

Werner Faymann hat mit Imageproblemen in der Bevölkerung zu kämpfen. Gleichzeitig wird er in seiner Funktion als Bundeskanzler am kritischten beurteilt, vor allem von den WählerInnen der Oppositionsparteien. Den besten Wert erhält er bei “achtet vor allem darauf was der eigenen Partei nutzt”. Bei den eigenen WählerInnen punktet Faymann vor allem bei der Aussage “hat klare Ziele und verfolgt sie konsequent”. Davon mĂĽssen noch die WählerInnen anderer Parteien ĂĽberzeugt werden.

Im Vergleich zu den Oppositions-Chefs Strache und Glawischnig schneidet Matthias Strolz etwas schlechter ab. Strolz steht vor allem in der Bevölkerung dafür, dass er sich auch für Unpopuläres ausspricht, ähnlich wie Eva Glawischnig.

Kathrin Nachbaur erreicht die niedrigsten Image-Werte aller Parteien und im APA/OGM Vertrauensindex den letzten Platz. Die Meinung zum Image der eigenen WählerInnen kann nicht dargestellt werden, da die Basis hierfür zu gering wäre.

 

Themenkompetenz Partei-Obleute, OGM/ORF Sommergespräche 2014

 

Auch wenn Werner Faymann beim Image nicht gewinnt, so schafft er dies bei der Themenkompetenz. Bei den Themen Pensionen, Schule/Bildung, Arbeitslosigkeit und Steuern geht er in Führung. Heinz Christian Strache gewinnt wenig überraschend klar beim Thema Zuwanderung. Reinhold Mitterlehner übernimmt die Themenführerschaft bei Verwaltung und Förderalismus, wenn auch nur knapp.

Während den Oppositionspartei-Obleuten Strache, Glawischnig und Strolz nachgesagt wird, dass sie Teil der nächsten Bundesregierung sein möchten, trifft dies auf die Obfrau des Team Stronach in weit geringerem Ausmaß zu.

 

Eigene WählerInnen bewerten die einzelnen PolitikerInnen naturgemäß besser als die Gesamtbevölkerung. Dennoch zeigt sich, dass einzlene Partei-Chefs innerhalb der eigenen WählerInnen auf mehr bzw. weniger Zustimmung stossen. Die Ergebnisse zu den einzelnen PolitikerInnen im Rahmen der Sommergespräche finden Sie auf folgenden Seiten:

Matthias Strolz

Kathrin Nachbaur

Eva Glawischnig

HC Strache

Reinhold Mitterlehner

Werner Faymann

 

Dazu noch die Ergebnisse des letzten APA/OGM Vertrauensindex nach der Regierungsumbildung (von Mitte September):

APA/OGM Vertrauensindex BundespolitikerInnen nach der Regierungsumbildung

 

Technische Daten:

Methode: Telefonische Befragung
Zielgruppe: 800 Ă–sterreicherInnen ab 16 Jahren
Stichprobe: Randomverfahren innerhalb von Quotenvorgaben
Max. Schwankungsbreite: +/- 3,6%
Feldarbeit: 15. bis 18. Juli  2014, veröffentlicht im ORF im August und September 2014 im Rahmen der ORF Sommergespräche

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