Demokratiebefund 2014

Bereits zum 4. Mal hat OGM im Auftrag der Initiative f√ľr Mehrheitswahlrecht und Demokratiereform eine Umfrage unter der √∂sterreichischen Bev√∂lkerung durchgef√ľhrt.

Kernfragen dieser Längsschnittserhebung sind Fragen rund um das Vertrauen in die Politik und die handlenden Personen.

Vertrauen in die Politik:

2014 konnte eine leichte Trendumkehr vermerkt werden, wenn auch auf niedrigem Niveau: die Bev√∂lkerung fasst im Vergleich zu 2013 wieder etwas mehr Vertrauen in die Politik. Gleichzeitig wird lediglich das geringe Vertrauensniveau von 2011 und 2012 erreicht. 2013 kann als eine Art Ausrei√üer bezeichnet werden. Die Befragung fand damals kurz nach den Nationalratswahlen statt und hat zu einem starkem Vertrauensverlust gef√ľhrt.

Die Bev√∂lkerung ist schlicht und einfach von Wahlen nicht begeistert. Wahlzeiten steigern einerseits kurzfristig das grunds√§tzliche Interesse an Politik, nicht zuletzt aufgrund breiter medialer Berichterstattung in Tageszeitungen und TV. Andererseits f√ľhren Wahlzeiten auch zum Vertrauensverlust in die Politik selbst. So beweisen Studien immer wieder, dass Neuwahlen von der Bev√∂lkerung nicht goutiert werden.

Ergebnisse zu Vertrauen in die Politik 2011-2014:

Vertrauen in Politik - Demokratiebefund 2014

Vertrauen in die PolitikerInnen

Ein √§hnliches Bild zeigt sich bei den handelnden Personen. Das Vertrauen in die PolitikerInnen hat sich im Vergleich zu 2014 ebenfalls etwas verbessert. Die Befragung selbst wurde Mitte September, also nach der Regierungsumbildung durchgef√ľhrt und scheint mit dieser in Zusammenhang zu stehen.

 

Vertrauen in die PolitikerInnen 2011-2014:

Vertrauen in PolitikerInnen 2014

Folgen der Regierungsumbildung:

Direkt gefragt befinden dennoch 55 Prozent der Befragten, dass die Regierungsumbildung den Stillstand nicht √ľberwinden wird. Weitere 22 Prozent sch√∂pfen dennoch leichte Hoffnung.

23 Prozent konnten sich dazu noch keine Meinung bilden und verharren noch in einer abwartenden Haltung: eine Schonfrist wird der Regierung einger√§umt. Dies zeigt, dass die Bev√∂lkerung nicht grunds√§tzlich miesels√ľchtig ist, sondern tats√§chlich unzufrieden mit der Politik ist.

 

Ergebnis zur Frage nach den Folgen der Regierungsumbildung:

“Am 1. September wurde die Bundesregierung umgebildet. Glauben Sie, dass durch die Umbildung der Regierung der Stillstand eher √ľberwunden wird oder glauben Sie das nicht?”

Folgen der Regierungsumbildung

Lesen Sie auch den Demokratiebefund 2013

 

Technische Daten:

Methode: Telefonische Befragung

Zielgruppe: 503 √ĖsterreicherInnen ab 16 Jahren

Stichprobe: Randomverfahren innerhalb von Quotenvorgaben

Max. Schwankungsbreite: +/- 4,5%

Feldarbeit 15. September 2014

 

 

 

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