OGM zum internationalen KMU-Tag am 27.6.: Digitalisierung heimischer KMU liegt nur im europäischen Mittelfeld

Regionale Unterschiede deutlich sichtbar – Wien und westliche Bundesländer liegen voran

 

Anlässlich des Internationalen Tags der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) am 27. Juni hat OGM die Digitalisierung der heimischen KMU analysiert, die sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor entwickelt. 73% der heimischen KMU weisen zumindest grundlegende Digitalisierung auf, damit liegt Österreich nur im europäischen Mittelfeld (Platz 14 von 27 Ländern). Deutlich höhere Digitalisierungsgrade weisen die KMU in nord- und westeuropäischen Ländern auf, Finnland und Dänemark liegen bereits über dem EU-Zielwert von 90% für 2030.

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Q: OGM/eigene Darstellung auf Basis von Eurostat/Statistik Austria.

Innerhalb Österreichs bestehen zudem beträchtliche regionale Unterschiede. Die KMU in Wien und den westlichen Bundesländern weisen immerhin Digitalisierungsgrade über 75% auf. Verstärkten Aufholbedarf haben hingegen das Burgenland, Kärnten und Niederösterreich.

„Die Ergebnisse zeigen, dass Österreich ein gutes Stück von den europäischen Spitzenreitern entfernt ist. Angesichts der sich rasant ändernden Marktbedingungen brauchen gerade kleinere Betriebe gezielte Unterstützung, damit digitale Technologien nicht nur verfügbar sind, sondern auch tatsächlich genutzt werden“, sagt Dr. Johannes Klotz, KMU-Experte bei OGM. „Die regionale Analyse zeigt zudem, dass Digitalisierung nicht nur von einzelnen Unternehmen abhängt, sondern auch von Rahmenbedingungen wie digitale Infrastruktur und Innovationsnetzwerke. Aus Sicht von OGM sind daher weitere Anstrengungen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts langfristig zu sichern.“

Methodik: Dargestellt ist der von Eurostat erhobene Indikator „Anteil der KMU mit zumindest grundlegender digitaler Intensität“ (Digital Intensity Index – DII Version 3), der die Nutzung digitaler Technologien im Alltag der KMU misst. Berücksichtigt werden unter anderem Cloud-Dienste, ERP- und CRM-Systeme, Datenauswertung, Social-Media- und KI-Nutzung. „Zumindest grundlegend digitalisiert“ sind KMU, die zumindest 4 von 12 Kriterien erfüllen. Im Rahmen der „Digital Decade“ hat sich die EU zum Ziel gesetzt, dass dies bis 2030 auf 90% aller europäischen KMU zutreffen soll. KMU sind dabei Unternehmen mit 10-249 MitarbeiterInnen. Daten beziehen sich auf 2025.