Starkes West-Ost-Gefälle bei Gastropreisen

Kommentar Johannes Klotz und Clara Himmelbauer/OGM

Schnitzel in Dornbirn um 88% teurer als in Jennersdorf.

OGM erfasst für seine Regionalen Kaufkraftstudien die Preise verschiedener Güter in ganz Österreich. Die Preise für Österreichs Nationalgericht variieren je nach Bundesland stark. Im österreichweiten Schnitt kommt das Schnitzel auf 12,46 Euro. Das teuerste Schnitzel isst man in Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

Zwischen durchschnittlich 8,85 Euro im Bezirk Jennersdorf und 16,65 Euro im Bezirk Dornbirn muss man für ein Wiener Schnitzel mit Beilage bezahlen. Verantwortlich für das West-Ost-Gefälle bei den Gastropreisen ist vor allem die stärkere Bedeutung des Tourismus im Westen, was das Preisniveau auch für Einheimische anhebt.

Das hohe Preisniveau relativiert auch die höheren Einkommen im Ländle: Das durchschnittliche Nettojahreseinkommen im Bezirk Dornbirn ist mit 25.700 Euro zwar um 14 Prozent höher als in Jennersdorf mit 22.600 Euro, gemessen am regionalen Preisniveau können sich die JennersdorferInnen jedoch mehr Schnitzel leisten als die DornbirnerInnen.

Relativ günstig ist es mit durchschnittlich 12,10 Euro in der Bundeshauptstadt Wien. Ein größeres Gastronomieangebot sowie Angebote für StudentInnen lassen die Preise in den Städten niedriger ausfallen als am Land. In Graz kostet das Schnitzel im Schnitt 11,20 Euro, in Klagenfurt sind es 11,90 Euro.

Methodisches: OGM hat von Mai bis Juni 2022 repräsentative Zufallsstichproben von Gastronomiebetrieben (keine Kantinen) in allen Bezirken Österreichs gezogen und insgesamt 20.000 Gastronomiepreise erfasst, darunter 1.300 Schnitzelpreise. Bezirksdaten sind Medianwerte von zumindest 10 Preisen.


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